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Stephani-Mittelschule
Gunzenhausen
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Pädagogisches Konzept der Stephani-Mittelschule –
ein Teil unseres Schulprofils
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Lehrerkollegium und Schulleitung der Stephani-Mittelschule sind
permanent bemüht, die Rahmenbedingungen für unsere Unterrichts- und
Erziehungsarbeit zu verbessern. Einen wesentlichen Schwerpunkt bilden
dabei besondere pädagogische Konzepte, die uns helfen bzw. es oft auch
erst ermöglichen, unsere erzieherischen Zielsetzungen zu erreichen.
Solche pädagogischen Einrichtungen sind:
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| 1. Schulhausinterne Erziehungshilfe, PIT |
An
einer großen Schule wie der unseren vergeht kaum ein Tag, an dem es nicht
Probleme irgendeiner Art gibt: Schüler geraten in Streit, verbale oder
auch körperliche Auseinandersetzungen folgen, Schüler haben Probleme mit
Lehrern (und auch umgekehrt!), Schüler haben Schwierigkeiten im
Elternhaus, Schüler haben persönliche Probleme mit sich oder mit ihren
Freunden, Regeln werden missachtet und vieles mehr. Im
Rahmen der schulhausinternen Erziehungshilfe haben Lehrer Stunden
zur Verfügung, sich der Schüler und deren Probleme anzunehmen, zuzuhören,
Lösungsstrategien mit den Jugendlichen zu erarbeiten und zu helfen.
Oftmals werden in diesem Zusammenhang auch Kontakte mit außerschulischen
Einrichtungen geknüpft, wie z. B. der Erziehungs-beratungsstelle oder dem
Jugendamt.
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Im
Rahmen der schulhausinternen Erziehungshilfe wird in Zusammenarbeit mit
der Polizei in mehreren Klassen das Projekt „Prävention im Team (PIT)"
durchgeführt. Ziel dieses Projektes ist Prävention gegen Gewalt,
Sucht und Eigentumsdelikte sowie ein Lebenskompetenztraining.
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| 2.
Förderung im Trainingsraum |
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Leider
geschieht es immer wieder: Einzelne Schüler stören den Unterricht,
produzieren sich vor der Klasse, provozieren die unterrichtende Lehrkraft
u. a.; kurz: sie machen einen geregelten Unterricht unmöglich.
Leidtragende sind die Schüler, die etwas lernen wollen und gut für die nächste
Leistungskontrolle präpariert sein wollen (und das ist immer noch die
Mehrheit!), und natürlich die Lehrkräfte, denen die Arbeit unnötig und
erheblich erschwert wird und deren Nerven oft bis an die Grenze der
Belastbarkeit strapaziert werden. In solchen Fällen haben unsere Lehrer
die Möglichkeit, einen störenden Schüler aus der Klasse zu entfernen und
in den sog. Trainingsraum zu schicken. Hier wird der Schüler oder die
Schülerin von einem Lehrer betreut: In der Hauptsache wird der
Schüler hier sein Verhalten reflektieren, schriftlich formulieren und
schließlich, in Form eines Vertrages, notieren, wie er sich künftig in
der Klasse verhalten wird. Die Effekte dieser Einrichtung: Die Klasse kann
ungestört arbeiten und die Lehrkraft kann ungestört ihren Unterricht
halten, wodurch der Lernerfolg gesichert ist. Der störende Schüler wird
sein Verhalten überdenken und sich um besseres Benehmen bemühen,
ansonsten muss er wieder im Trainingsraum an seinem Verhalten arbeiten. Und das machen die Schüler erfahrungsgemäß nicht gerne, sind sie doch
von der Klasse isoliert, müssen unter Aufsicht konzentriert arbeiten und
sind aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.
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| 3.
Streitschlichter |
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Wo
viele Kinder auf engem Raum zusammen sind, bleiben auch Streitigkeiten
untereinander nicht aus. Meist laufen diese nach dem gleichen Muster ab: Wegen irgendwelcher Kleinigkeiten kommt es zur verbalen
Auseinandersetzung. Diese schaukelt sich hoch, bisweilen wird einer der
Beteiligten derart provoziert, dass er die Nerven verliert und zuschlägt.
Für solche Fälle sind unsere Streitschlichter oder Konfliktlotsen
zuständig. In einem eigenen Raum moderieren sie die Schlichtung nach
strengen Regeln und standardisierten
Arbeitsschritten.
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Die
Streitschlichter werden für diese
Aufgabe ausgebildet. Nach einer ca. halbjährigen Ausbildung
beherrschen die Streitschlichter die streng formale, wertfreie
Sprache, die für die Moderation eines Schlichtungsgespräches
notwendig ist. In Fällen von Gewalt-anwendung wenden sie die
gelernten Interventionstechniken an. Die Streitschlichter
selbst ziehen aus der ausführlichen Streitschlichterausbildung
großen Nutzen: Das Sprachvermögen und das Selbstkonzept werden
gesteigert, soziale Verhaltensmuster und Selbstdarstellung werden
bewusst gemacht.
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| 4.
Schulsozialarbeit |
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Unserer
Praxisklasse steht eine Diplom-Sozialpädagogin (FH) als
Halbtagskraft zur Verfügung, die die Schüler im Praktikum betreut,
einzeln oder in Kleingruppen mit den Schülern arbeitet,
bei Bedarf individuelle Lebenshilfen anbietet, Sozialkompetenztraining
durchführt, Kontakt mit den Eltern hält und eng mit der Agentur für
Arbeit und mit Einrichtungen der Jugendhilfe kooperiert. Außerdem ist an
unserer Schule eine weitere Halbtagsstelle für einen Diplom-Sozialpädagogen
(FH) geschaffen worden. Der Ansprechpartner für größere und
kleinere Probleme der Schüler steht an allen
Schul-vormittagen für Schüler und Lehrer zur Verfügung. Auch
hier werden problemlösende Gespräche oder Kontakte mit
außerschulischen Einrichtungen genutzt. In verschiedenen
Projekten können Schüler aktuelle Lebenslagen unter fachlicher
Anleitung im Schonraum erkunden. Während der Pause bietet zudem
die "Sprechstunde" des Schulseelsorgers ein offenes Ohr
für ganz vertrauliche Probleme. |
| 5.
Security-Dienst |
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Schüler
übernehmen Mitverantwortung für die Ordnung und Sauberkeit in der
Schule: Wir sind eine sehr große Schule, in der sich, mit Grundschule und
Förderschule, ca. 900 Kinder und Jugendliche befinden. Fünf Bauteile,
lange Gänge, viele Toiletten, große, zum Teil verwinkelte Außenanlagen
- hier die Übersicht zu behalten, ist nicht immer einfach. In jeder Pause
sind 10 Lehrkräfte zur Pausenbetreuung im Einsatz - unterstützt von der Security. Dieser Dienst besteht
aus zuverlässigen Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen, die,
versehen mit einem Dienstausweis, durch die Gänge patrouillieren, die
Toiletten kontrollieren, an den Bäckerständen für Ordnung sorgen u. s.
w.
Diese Einrich-tung hat sich als sehr nützlich und wirkungsvoll erwiesen.
Die Schüler nehmen ihren Dienst sehr ernst, führen ihn gewissenhaft aus
und sind von den Mitschülern akzeptiert. Seit Einführung dieses Dienstes
sind die Probleme im Schulhaus deutlich zurückgegangen.
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| 6.
Kooperationskreis Schule – Jugendarbeit – Berufsarbeit |
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Auf
Initiative der Schulleitung finden regelmäßig Besprechungen mit
Mitarbeitern außerschulischer Einrichtungen, die mit unseren Jugendlichen
arbeiten, statt. Vertreten sind hier Jugendamt, Jugendzentrum, Streetwork,
Bezzelhaus, Polizei, Jugendgerichts-hilfe, Suchtberatungsstelle und die
Agentur für Arbeit. Hier werden Problemsituationen unserer Schüler aus
den verschiedenen Perspektiven betrachtet und erörtert, Erfahrungen
ausgetauscht und Lösungsansätze erarbeitet.
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Die
Situation an den Schulen ist in den letzten Jahren nicht leichter geworden
– die Medien berichten ständig darüber. Für unsere Schule kann die
Konsequenz nur sein, sich den - oftmals neuen - Herausforderungen zu
stellen und kreativ Lösungsstrategien zu ent-wickeln. Die hier genannten pädagogischen
Konzepte schaffen die Voraussetzungen für eine effektive pädagogische
Arbeit und unterstützen uns erheblich bei der Erfüllung unseres
Unterrichts- und Erziehungsauftrages.
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