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Nach Auskunft von Herrn Stadtarchivar Werner Mühlhäußer werden im Stadtarchiv Gunzenhausen folgende jüdischen Bürger aus Gunzenhausen als "verschollen in Riga" geführt:
Der erste große Vernichtungstransport von Juden aus Nürnberg und anderen fränkischen Gemeinden verließ am 29. November 1941 vom Bahnhof Märzfeld aus die Stadt mit dem Ziel Riga. Der Zug war mit 741 Menschen besetzt. Insgesamt verschleppten die Nazis in den Jahren 1941/42 in einer ersten Welle der Massendeportation mehr als 20 000 deutsche Juden aus ihren Heimatstädten nach Riga. ("Nürnberger Nachrichten" vom 22.05.2000) Für die die Deportierten aus dem Reich war Jungfernhof von Dezember 41 bis März 42 Auffanglager. In Riga wurden von den Nazis über die Deportierten keinerlei Personalakten angelegt, mehr als 95 % wurden ermordet. (Mitteilungen vom 18.07. 2000 und vom 02.08.2000 von Herrn Margers Vestermanis, Leiter des Museums und Dokumentationszentrums "Juden in Lettland" in Riga). Das Konzentrationslager Salaspils In Salaspils, einer unmittelbar am südöstlichen Stadtrand Rigas gelegenen Gemeinde, befand sich zwischen 1941 und 1944 ein Konzentrationslager. Deutsch hieß das Lager Kurtenhof, auch Kirchholm, bei der Lagerbezeichnung wurde konsequent der lettische Ortsname Salaspils benutzt. (Margers Vestermanis). Es war nicht das kleinste Lager seiner Art: 330.835 Kriegsgefangene, 313.789 Zivilisten, davon 39.835 Kinder, wurden dort interniert. Die Kinder wurden gesondert aufgelistet, weil man ihnen so lange Blut abnahm, bis sie starben. Ihre Blutkonserven verlängerten das Leben deutscher Soldaten. Sicher ist, dass in Salaspils insgesamt weit über 100.000 Menschen den Tod fanden. 1944 brannten die Nazis die Holzbaracken des Lagers nieder. Die Truppen der Roten Armee öffneten die Massengräber und verbrannten die Leichen. Die Überlebenden wurden von den Sowjets nach Sibirien in andere Lager verschleppt. (Goldstadt-Reiseführer, Band 92, Lettland). "Hinter diesen Mauern weint die Erde" Fotos von einem Besuch in der Gedenkstätte Salaspils im Juni 2000
Gräber- und Gedenkstätte für die Opfer des
Nazismus
ACH ERDE,
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