Hallstattzeit (750 - 500 v. Chr.)

Nach dem aufsehenerregenden Fund von Hallstatt in Österreich, wo man im 19. Jahrhundert rund 2000 gut erhaltene und reichlich ausgestattete Gräber aus der Zeit um 750 bis 450 v. Chr. entdeckte, nennt man die auf die Urnenfelderzeit folgende Periode die Hallstattzeit oder die Hallstattkultur.

Wichtigste Zeugen für die Hallstattkultur stellen die Grabhügel aus jener Zeit dar, welche je nach Bedeutung der hier Bestatteten mit mehr oder weniger reichen Beigaben versehen waren.

Modell eines Grabhügels

Nach der Brandbestattung der Urnenfelderzeit setzte sich im Laufe der Hallstattzeit wieder die Körperbestattung als typische Begräbnisform durch, was auf einen Wandel der religiösen Jenseitsvorstellungen schließen läßt. Die Verstorbenen traten demnach eine längere Reise an, um im Reich der Toten ein neues Leben zu beginnen. Gemäß ihrem gesellschaftlichen Rang im irdischen Leben wurden sie mit entsprechenden Beigaben auf die Reise geschickt, welche auch im Jenseits ihre soziale Stellung zum Ausdruck bringen sollten.

Die Herausbildung des Adels in der jüngeren Hallstattzeit spiegelte sich in der Hügelgräberkultur der Hallstattzeit wieder. Auf dem Gebiet der heutigen Stadt Gunzenhausen befinden sich insgesamt etwa 140 hallstattzeitliche Grabhügel.

Wichtige Funde aus der Hallstattzeit sind für Gunzenhausen das Pferdegeschirr von Alfershausen, zwei sehr gut erhaltene tönerne Trinkhörnchen aus Döckingen und Schälchen aus Oberwurmbach.


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