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Skizze aus dem Grabungs-Tagebuch von Dr. Eidam mit den sog. Wohngruben im Burgstallwald |
Das milde Klima während der Jungsteinzeit führte zu vermehrtem Baumwuchs, die Wälder wurden dichter und somit unzugänglicher für die Menschen. Siedlungsfunde oder Hausgrundrisse sind aus der Gunzenhausener Gegend so gut wie unbekannt.
Eine Ausnahme bildet die Hahnenkammgemeinde Polsingen. Dort endeckte man ein Haus der späten Bronzezeit. Es handelte sich um ein einfaches Rechteckhaus mit zwei Pfostenreihen. Es stand inmitten eines Gräberfeldes und diente den Bewohnern vermutlich als Kult- und Totenhaus. Die Gräber enthielten Schmuckgegenstände und zwei Bronzemesser.
Auf dem Gunzenhausener Burgstall wurden zahlreiche runde Gruben entdeckt, die
H. Eidam als Wohngruben deutet.
Zwei der Gruben hat Eidam genauer untersucht. Sie waren mit Lehm und Steinen
ausgelegt, auf Höhe der Grubenmitte fanden sich dicke Holzbohlen. Zwischen
den beiden Gruben kam im ausgehobenen Waldboden, in einem halben Meter Tiefe,
eine Brandschicht zu Tage.
Außer einigen Gefäßscherben und verkohlten Weizenkörnern
wurden in den beiden Gruben keine Gegenstände aus dem alltäglichen
Leben gefunden.
Dies spricht eher für eine Deutung der "Wohngruben" als Vorratsgruben
oder Herdstellen.
Auf jedenfall sind sie ein Beleg dafür, daß sich Menschen längere
Zeit auf dem Burgstall aufgehalten haben.
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